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Anbauer kommen zu Wort - Rückblick auf den Sommer

Der Sommer 2018 wird als der wärmste, sonnigste und trockenste Sommer aller Zeiten in die Geschichte eingehen. Er hatte Auswirkungen auf den Anbau und hat unseren Anbauern ziemliche Sorgen bereitet. Aufgrund der extrem warmen Temperaturen war es zum einen schwieriger, die Zulieferung gut zu steuern, und zum anderen standen viele Erzeugnisse gleichzeitig in großen Mengen zur Verfügung. Außerdem litten die Erzeugnisse selbst unter der extremen Wärme und es mussten zusätzliche Maßnahmen ergriffen werden, um die Qualität zu gewährleisten.

Bei den Tomaten kam es häufig zu Qualitätsabweichungen in Form von Schrumpfrissen. Tomatenanbauer Theo van Vliet: „Die Pflanzen haben in dem langen heißen Sommer schwer gelitten. Da die Pflanzen Schwierigkeiten mit der großen Klimaveränderung hatten, haben die Tomaten eine steifere Haut entwickelt und sind dadurch anfälliger für Schrumpfrisse geworden. Vor allem bei den größeren Tomatensorten zeigt sich dies - die Tomaten glänzen dann weniger. Als Anbauer haben wir viel zusätzliche Arbeit und Zeit in das Aussortieren dieser Tomaten investiert, um die Qualitätsanforderungen zu erfüllen.“

Bei Paprika gab es zum Beispiel Probleme mit Sonnenbrand, d.h. schwarzen Brandflecken auf den Früchten. In einem normalen Sommer verursacht Sonnenbrand 2 Ausfall, aber in diesem Sommer waren es in einer einzigen Woche bis zu 20 . Paprikaanbauer John Overgaag: „Es ist ein Jahr der Wetterextreme gewesen, vom Sturm im Januar über ein kaltes Frühjahr und mehrere Regengüsse im Mai bis hin zu der lang anhaltenden Hitze und Trockenheit im Sommer. Vor allem die lange Wärmeperiode war nicht gut für die Qualität der Paprika, auch weil es in den Nächten sehr heiß geblieben ist, sodass sich die Pflanzen nicht gut erholen und ausruhen konnten. Das hatte zur Folge, dass die Paprika ein geringeres Gewicht und eine dünnere Fruchtwand hatten und dadurch empfindlicher waren. Um die Qualität auf dem gewünschten Niveau zu halten, haben wir unsere Erntezeiten angepasst. So wurde während der Wärmeperiode bis höchstens 15 Uhr geerntet, weil die Paprika danach nicht mehr ausreichend fest waren. Gleichzeitig haben wir als Harvest House Anbauer untersucht, war wir besser oder anders machen können, um das nächste Mal die Folgen zu begrenzen. Dazu gehören die Auswahl bestimmter Sorten oder die Anwendung anderer Anbaumethoden.“

An späterer Stelle in der Versorgungskette, zum Beispiel beim Verpacken von Tomaten und Paprika, fanden zusätzliche Qualitätskontrollen statt. Gemeinsam mit den Prüfteams von TNI und Harvest House haben die Anbauer alles getan, um trotz der extremen Bedingungen ein Produkt abzuliefern, das den Qualitätsmaßstäben von Harvest House gerecht wird.